Wladis Klavier
in
Wladis Wohnstube


Die hier vorgestellten Klavierstücke sind Eigenkompositionen. Sie wurden von mir selbst gespielt und sollen ausschließlich der Unterhaltung dienen.
Da ich kein Konzertpianist bin sondern mich eher als Gebrauchsmusiker sehe, waren kleinere Spielfehler unvermeidlich, die ich großzügig ignoriert habe.
Alle Rechte an den hier vorgestellten Kompositionen liegen bei mir. Die Veröffentlichung erfolgt lediglich für den privaten Gebrauch. Kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen.

Die Anordnung der Titel ist nicht chronologisch, sondern nach Charakteristik der Stücke gewählt, so dass beim Abspielen eines Players keine Langeweile aufkommen sollte.

Beim Komponieren habe ich versucht, mich an den Ausspruch des amerikanischen Pianisten Murray Perrahia zu halten -

    “Für mich ist es essentiell, dass ein Musikstück organisch zusammengefügt ist. Anfang und Ende sind aufeinander bezogen.
    Alles ist ein Teil eines Ganzen. Nicht ein Abschnitt hier, ein Teil da. Große Musik ist ein Ganzes, ist vollendet.”

Die Spieldauer der einzelnen Player beträgt weniger als 80 Minuten (entspricht der maximalen Spieldauer eines handelsüblichen
CD-Rohlings, 700 MB/80 min).
Zu vielen Titeln sind unter den Playern Anmerkungen oder kleine Geschichten eingefügt. In YouTube stehen sie vor dem jeweiligen Video.

Viel Spaß!
Wladi

Kompositionen © Jürgen Grunewald 2008-2016 Alle Rechte vorbehalten.
Wichtige Mitteilungen, hilfreiche Hinweise oder unverzichtbare Meckereien bitte senden an WladisKlavier@aol.com.
Mitteilungen ohne eindeutige Betreffzeile (Thema) werden ungelesen gelöscht.
Mehr Musikvideos unter   

PLAYER 1

 

PLAYER 4

 

PLAYER 2

 

PLAYER 3

 

PLAYER 5 Neuester Titel: 24 - Sentimental Moments

 

Die Geschichten zu einigen Titeln

Vorab möchte ich feststellen, dass die nachfolgenden Geschichten frei erfunden und meiner Phantasie entsprungen sind. Sie spiegeln lediglich meine persönliche, subjektive Meinung wider. Wissenschaftliche oder historische Korrektheit ist keinesfalls garantiert.
Nichtsdestotrotz werden hilfreiche, korrigierende Hinweise gern entgegen genommen.

In Player 1:

Tin Pan Alley (Player 1/2)
Als Tin Pan Alley (engl.: Blech-/Zinnpfannengasse) wird die 28. Straße zwischen Fifth Avenue und Broadway im New Yorker Stadtteil Manhattan bezeichnet. Hier waren zwischen 1900 und ca. 1930 die meisten US-amerikanischen Musikverlage ansässig.
Ihren Spitznamen erhielt die Straße durch den damaligen Journalisten Monroe H. Rosenfeld, der im New Yorker Herald das ständige Klimpern der Probeklaviere mit dem Klappern von Zinnpfannen verglich. (…) (Wikipedia)

Zwiefach (Player 1/4)
Von den beiden Teilen ist der erste Teil etwas belanglos, mutiert aber plötzlich im zweiten Teil zum Boogie. So überraschend wie der Boogie begonnen hat, hört er auch auf.

Kleine Gauner (Player 1/6)
In dem Film „Die kleinen Superstrolche“ (USA, 1994) haben Spanky, Porky und Alfalfa im Alter von sechs Jahren den „Club der wahren Männer und Frauenhasser“ gegründet. Diese Unbekümmertheit und Sorglosigkeit kann man als Erwachsener kaum nachvollziehen. Man kann allenfalls versuchen, kindliches Gemüt, kindlichen Übereifer musikalisch einzufangen.

Small Talk (Player 1/8)
In einer Hotelbar werden weniger weltbewegende Diskussionen geführt als eher Small Talks. Dementsprechend sollte sich die untermalende Musik des Pianisten, wie in diesem Titel, anpassen.

Kleiner Winter
(Player 1/9)
Ein klarer, klirrend kalter Wintertag, ein weites, schneebedecktes Feld. Kein Lüftchen regt sich. Der kleine Wald am Horizont ist wie ein Aquarellgemälde in die Landschaft gesetzt. Nichts scheint diese Ruhe stören zu können. Doch die Natur hat andere Pläne. Unerwartet und ohne Vorankündigung braust ein Schneesturm heran, der für einige Zeit die Szene beherrscht. Für einen kurzen Moment schwillt er ab, um dann wieder in voller Kraft zu brausen.
Aber - genauso schnell, wie der Sturm erschienen ist, macht er sich auch davon. Es herrscht wieder die stille, unbewegte weiße Fläche in eiskalter Schönheit
.
Wechselhaft (Player 1/10)
Vereinfacht gesagt ist es ein Walzer. Genauer betrachtet sind es drei verschiedene Walzer, die obendrein von Zweivierteltakten unterwandert werden. Nicht einmal die Einleitung kommt im üblichen Dreivierteltakt daher.

Süße Träume (Player 1/12)
Hier gehen zwei Träume ineinander über, die, obwohl sie offenbar Verschiedenes beinhalten, beide von ungeheurer Ruhe bestimmt werden und ausgesprochen positive Gefühle hervorrufen. Ideal zum Entspannen und - natürlich - zum Träumen.

Laufband (Player 1/16)
Durch das Schaufenster eines Fitness Centers beobachtete Gesundheitsfanatiker - unermüdlich laufen sie immer weiter und weiter und weiter…

Katzenkrimi (Player 1/17)
Tageswerk einer Katze - auf der Pirsch, in Lauerstellung, bei vergeblicher Jagd, aber auch beim faulen Räkeln.

Heiter bis wolkig (Player 1/23)
Der Titel beginnt mit einem heiter beschwingten Wiener Walzer, der ziemlich unerwartet in einen schwermütigen, bluesähnlichen Teil übergeht. Diese etwas düstere Stimmung hält sich bis zum Schluss, also „wolkig“ bis zum Ende.

Silas Leander auf Abwegen (Player 1/24)
Lied für den Enkel, der noch etwas unsicher daher tappt und hin und wieder vom Wege abkommt, in eine andere Tonart rutscht.

Morgens (Player 1/27)
Die Natur erwacht, Frühnebel heben sich, die Sonne steigt langsam empor, bis sie in voller Pracht und Größe erstrahlt.


In Player 2:

In Ruhe (Player 2/4)
Wieder einmal in einer Hotelbar: die einzigen Personen, die sich mit mäßiger, aber kontrollierter Geschäftigkeit bewegen, sind die Bedienung und eventuell der Hotelpage. Alles andere geschieht „In Ruhe“.

Unterwegs mit Alice - Ein Märchen (Player 2/6)
Wer dabei an „Alice im Wunderland“ denkt, liegt völlig richtig. Wir befinden uns auf der Wiese in dem bewussten Märchen mit Alice an unserer Seite. Feldblumen sind wie Farbtupfer über die Wiese verstreut. Wie allerdings unser Spaziergang genau verläuft, steht noch nicht fest. Ob wir mit Alice in dem großen Erdloch unter einer Hecke verschwinden oder ob wir uns an anderen geheimnisvollen Orten wiederfinden, wird allein durch die Phantasie des Zuhörers bestimmt. Es ist gewissermaßen ein Märchen zum selber basteln. Verschiedene musikalische Teile sind verschiedene Orte oder Ereignisse. So hat jeder sein eigenes, persönliches Märchen. Soviel aber ist klar: zum Schluss sind alle rechtschaffen müde, kehren auf die Wiese zurück und legen sich gleich dort zur Ruhe nieder.

Verbindende Worte (Player 2/7)
Bei einem Gespräch zu dritt, während dem zwei Personen immer wieder in Streit geraten, ist es hilfreich, wenn die dritte Person die Streithähne wieder auf den Boden der Tatsachen zurück bringt, gewissermaßen
„Verbindende Worte“ findet.

Triste Aussichten (Player 2/8)
Der Titel spricht für sich, von Anfang bis Ende. Aussicht auf Besserung besteht nicht.

Französisches Lied (Player 2/11)
Dieses Lied höre ich eigentlich von einem französischen Chansonier gesungen. Allerdings würde auch ein deutscher Sänger oder Sängerin funktionieren.
Fehlt nur noch der Text.

Verbittert und verletzt, verbohrt und böse (Player 2/12)
Wer immer wieder verletzt wird und alle Versuche des Einlenkens nichts fruchten, wird irgendwann verbittert. Im schlimmsten Fall wird er wie sein Gegenüber: verbohrt und böse.

Kinderwalzer (Player 2/16)
Leicht genug für Kinder anzuhören, aber auch zu spielen.

Abweichende Linienführung (Player 2/18)
Anfangs kommt dieses Stück geradlinig als angenehme Unterhaltung daher. Unerwartet wird diese Gradlinigkeit unterbrochen, es kommt zu einer Abweichenden Linienführung, die direkt in klassisch anmutende Gefilde führt. Letztendlich aber endet alles beim Anfang. Der Kreis ist geschlossen.

Molliger Boogie (Player 2/19)
Mit „Molliger Boogie“ ist nicht etwa ein beleibter Boogie gemeint. Es ist lediglich ein Boogie in Moll. Ein kleiner Ausnahmefall, da die meisten Boogie in Dur stehen.

Bitte anschieben! (Player 2/22)
Jeder langjährige Kraftfahrer hat wahrscheinlich mindestens einmal in seinem Leben ein Fahrzeug anschieben müssen. In diesem Titel muss nicht nur einmal, sondern mehrmals „angeschoben“ werden. Glücklicherweise wird am Ende trotzdem das Ziel erreicht, wenn auch etwas mühselig.

Romantik? (Player 2/23)
Kann man ein Klavierstück, in dem es von schrägen Klängen nur so wimmelt, noch als „romantisch“ bezeichnen?

Die gemütliche Bäuerin (Player 2/24)
IIn einem Dorf unweit einer kleinen Stadt verlässt die Bäuerin frühmorgens bei strahlendem Wetter ihr Bauernhaus, um in der nahegelegenen Stadt notwendige Besorgungen zu erledigen. Wenn man die Bäuerin auf ihrem Weg aus einiger Entfernung betrachtet, drängt sich durch die vielen wippenden Unterröcke und den bedächtigen Gang unwillkürlich der Begriff „gemütlich“ auf.
In der Stadt angekommen, trifft sie auf dem Marktplatz jede Menge Bäuerinnen aus der Umgegend. Natürlich beginnt sofort der Austausch der letzten Neuigkeiten, um nicht zu sagen - der Tratsch. Bei besonders heiklen Themen wird die Lautstärke etwas zurückgenommen, es wird nur noch gewispert. Nachdem alles gesagt und die Besorgungen nebenbei erledigt wurden, folgt noch ein Lied zum Abschied und es beginnt der Rückweg ins Dorf. Sowie die Bäuerin ihr Haus betreten hat, fällt die Tür hinter ihr hörbar ins Schloss.  

Alt-Berliner Hopser (Player 2/25)
Während meiner musikalischen Laufbahn hatte ich es des Öfteren mit Alt-Berliner Musik zu tun. Also wollte ich einmal einen neuen Titel dieser Art schreiben, gewissermaßen als Kompositions-Übung.
Kurioserweise habe ich dabei ein neues Wort erfunden: entgegen meiner bisherigen Meinung existiert in der Musikgeschichte kein Tanz, der sich „Hopser“ nennt. Somit habe ich mit „Alt-Berliner Hopser“ einen neuen Tanz erfunden. Schade nur, dass niemand weiß, wie man ihn tanzt!


In Player 3:

Die tratschsüchtige Bäuerin (Player 3/1)
Diese Bäuerin kommt aus der gleichen Gegend wie „Die gemütliche Bäuerin“ (Player 2/24) und gehört zu den Tratschweibern auf dem Marktplatz in der bewussten Stadt. Allerdings ist ihr Organ besonders nervend, mitunter erhöht sie die Tonlage, verstärkt den Ausdruck und findet kein Ende. Mit einem Wort - unerträglich. Ein zufällig neben der Gruppe stehender Mann empfindet das genauso und unterbricht sie abrupt mitten im Satz. Endlich Ruhe!

Puppenballett (Player 3/5)
Bei einem Kindergeburtstag ist ein Puppentheater aufgebaut. Ein Puppenballett kommt zur Aufführung. Es wird zwar nicht gerade „Schwanensee“ gegeben, aber immerhin tanzen die Puppen auf Spitze mit Tutu und allem was dazugehört. Die einfühlsame Musik, die grazilen Bewegungen der anmutig über die Bühne schwebenden Puppen veranlassen so manchen Erwachsenen, auch einige Zeit stehenzubleiben und sich von Kindheitserinnerungen einfangen zu lassen.

Alles auf Anfang (Player 3/8)
Bei diesem swingenden Walzer taucht das Anfangsmotiv immer wieder und wieder auf. Man gewinnt förmlich den Eindruck, das Stück würde nie enden. Zum Glück ist das ein Irrtum. Irgendwann ist endlich Schluss.

Ernst wird heiter (Player 3/11)
Anfangs ein beinahe ernstes, aber gefälliges Salonstück entwickelt sich dieses kleine Liedchen plötzlich zu einem lockeren Swing, der aber nur für eine gewisse Zeit die Oberhand behält, um dann reumütig zum Ausgangspunkt zurückzukehren. 

Herbstspaziergang mit George G. (Player 3/12)
Spätestens im dritten Teil des Stückes wird klar, dass es sich bei „George G.“ um George Gershwin handelt. Zwar ist die Musik nicht bei Gershwin „geklaut“, aber die Stimmung ruft  unwillkürlich Erinnerungen hervor an „Porgy and Bess“ und viele andere tolle Melodien von Gershwin. Gewissermaßen ist das Stück also eine kleine Gershwin-Hommage.

Zwergenbergbau (Player 3/16)
Wenn man seine Phantasie anstrengt, kann man die Zwerge auf ihren kurzen Beinchen durch die Stollen hin und her trappeln hören. Da von Technologie noch keine Rede ist, müssen auch die Hunte, die Förderwagen, von Hand geschoben werden. Lediglich für die Beförderung an die Erdoberfläche stehen primitive Aufzüge zur Verfügung.

Lullaby 2, ohne Worte (Player 3/21)
„Lullaby 2, ohne Worte“ war das erste für den Enkel Silas gedachte Schlaflied. Allerdings stellte sich heraus, dass an Singen überhaupt nicht zu denken war. Die Melodie war dafür ungeeignet. Also blieb dieses Stück ein Instrumentalstück und für Silas wurde ein neues Schlaflied geschrieben, das sangbar war: „Silas Lullaby“. Das Thema von „Lullaby 2, ohne Worte“ wurde als Einleitung für „Silas Lullaby“ verwendet.

Silas Lullaby (Player 3/22)
Siehe oben, Lullaby 2, ohne Worte (Player 3/21)

English Waltz Memories (Player 3/27)
Verschiedene bekannte, nahezu berühmte Langsame Walzer in einer Neukomposition zu vereinen wird zur Sisyphus-Arbeit, wenn man bedenkt, dass aus rechtlichen Gründen jeder der bekannten Titel nur andeutungsweise zitiert werden darf. Also wurden die bekannten Walzer quasi langatmig „umschrieben“ und ein eigener, neuer Walzerteil hinzugefügt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Walzer vom Zuhörer noch erkannt werden!


In Player 4:

Berührungen (Player 4/1)  bei  
Vom leichten Streifen im Vorübergehen bis hin zum Knockout beim Boxen gibt es Berührungen der unterschiedlichsten Art. Ein einfacher Handschlag, unzählige erotische Berührungen und viele andere gehören dazu. All diese Berührungen rufen Reaktionen, Gefühle hervor und es liegt bei uns, ob und wie wir reagieren.
Der vorliegende Titel richtet sich an alle, die noch zuhören können und wollen und die bereit sind, sich auch heute noch Gefühlsregungen zu erlauben.

Einfach baumeln lassen (Player 4/2)
Hin und wieder braucht jeder Momente, in denen er den Alltag beiseite schiebt und nur das tut, wozu er gerade Lust hat oder auch überhaupt nichts tut. Im Allgemeinen nennt man das „Fünfe gerade sein lassen“. Der Berliner würde sagen: „Die Seele baumeln lassen“.

Kleine Spielerei (Player 4/3)
Kleine Spielereien lockern auf und können sich fördernd auf streng festgelegte Abläufe auswirken. Dabei müssen ruhige, romantische Passagen nicht hinderlich sein, solange sie zielstrebig zum Eigentlichen zurück führen. 

Alice-Walzer (Konzertwalzer) (Player 4/4)
Hier wird der Walzerteil aus „Unterwegs mit Alice - Ein Märchen“ (Player 2/6) mit einem neuen Walzer verknüpft.

Sechser mit Dreier, harte Tour (Player 4/5)
Ein Schelm, wer Arges dabei denkt! Nicht um Sexualpraktiken sondern um Intervalle, Tonabstände in der Musik, geht es in diesem Titel. Die Intervalle Terz (vom ersten bis zum dritten Ton der Tonleiter) und Sexte (vom ersten bis zum sechsten Ton der Tonleiter) sind typisch und unverzichtbar für Volkslieder, Schlager und ähnlich übertrieben gefühlsbetonte Stücke. Hier wird nun versucht, diese typisch schnulzigen Intervalle in andere Zusammenhänge zu bringen, also „Sechser mit Dreier, harte Tour“.

Frohsinn in Moll (Player 4/8)
Das Tongeschlecht „Moll“ hat den Ruf, nur für schwermütige, traurige oder dramatische Kompositionen zur Verfügung zu stehen. Es geht auch anders!

A Little Song For Singing (Player 4/9)
Wieder einmal ein Versuch, einen Gesangstitel zu schreiben. Wie üblich fehlen Text und Interpret.

Babys Wandertag (Player 4/10)
Baby ist es gelungen, durch einen lockeren Gitterstab aus seinem Laufstall auszubrechen. Nun beginnt die Erkundung des Kinderzimmers. Alles muss angefasst und begutachtet werden. Bei höher gelegenen Gegenständen kommt Baby gelegentlich ins Schwanken und entgeht nur knapp einem Sturz.
So viele Aktivitäten machen müde und Baby macht sich auf den Rückweg in seinen Laufstall. Dort angekommen kann es sich gerade noch auf seinen kleinen Hintern fallen lassen, kippt aber sofort auf die Seite und versinkt in einen tiefen Babyschlaf.

Theobald, der Troll (Player 4/11)
Eigentlich wäre Theobald ein netter Kerl, wenn er nur nicht immer wieder seine Späße mit den Menschen treiben würde. Seine anderen Hobbies sind nicht nur weit harmloser, sondern er bringt es darin sogar zu einer gewissen künstlerischen Perfektion. Zum Beispiel ist er ein begeisterter Stepptänzer. Glücklicherweise wird das Geklapper seiner Steppschuhe unhörbar, sobald er sich unsichtbar macht. Darüber hinaus singt er mit einer etwas kratzigen Stimme schwarz-humorige Lieder, an denen sogar Georg Kreisler seine Freude gehabt hätte. Man munkelt, dass er neuerdings Klavierunterricht nimmt. Er liebt nämlich Gershwin.
Durch seine Größe von nicht einmal einem Meter kann er den Erwachsenen geschickt zwischen den Beinen hindurch schlüpfen. Überhaupt ist er sehr beweglich und flink. So spielt er den Menschen einen Schabernack nach dem anderen und treibt sie in den Wahnsinn.
Bisher habe ich an das Eigenleben der Dinge geglaubt. Wenn ein Gegenstand, den ich eben noch in der Hand hielt, plötzlich unauffindbar verschwunden war dachte ich, er will in diesem Augenblick nicht gefunden werden. Inzwischen überlege ich in solchen Momenten, ob nicht vielleicht Theobald seine kleinen Hände im Spiel hat und durch meine Wohnstube flitzt…

Die andere Seite der Baba Jaga (Player 4/13)
Die andere Seite der Baba Jaga ist ihre verflossene Jugend. Manchmal denkt sie wehmütig daran zurück, immer wieder träumt sie davon, von einer Jugend voller Frohsinn und strahlender Schönheit, voller Leben und jugendlichem Optimismus, mit Singen, Lachen und Tanzen. Durch ein tragisches, überirdisches Versehen wurde sie vor Hunderten von Jahren zu dem, was sie heute ist - eine alte Frau, verbittert und verhärtet, die nichts Gutes mehr geben kann und dazu verdammt ist, ewig leben zu müssen.

Offene Fragen und Benatzky (Player 4/14)
Am Ende des Stückes bleibt zumindest eine Frage offen: „War das schon alles?“. Das war es. Das Stück selbst ist eine der offenen Fragen.
Auch die Frage, wie Ralph Benatzky hier hineingeraten konnte, wird ewig ungeklärt bleiben.

Ein kindliches Gemüt (Player 4/15)
Auch ein kindliches Gemüt bekommt es hin und wieder mit den ernsten Seiten des Lebens zu tun. Um so beruhigender, wenn alles wieder in seine gewohnte Bahnen zurückkehrt...

Sentimental Memories (Player 4/18)
Viele Menschen verfügen ab einem gewissen Alter über sentimentale Erinnerungen. Solche Erinnerungen können Verschiedenes bewirken.
Einerseits können sie ein angenehmes Gefühl der Wärme, des Wohlseins, der Geborgenheit hervorrufen, andererseits werden Erinnerungen an einen schmerzlichen Verlust eher deprimierende Auswirkungen haben.
Wohl dem, der mit beidem umgehen kann.

Petit Tristesse (Player 4/19)
Eine kleine Traurigkeit wächst sich mitunter leicht zu großer Trauer aus. Über einen längeren Zeitraum kann daraus sogar Wut erwachsen.

Zwergentagebau (Player 4/20)
Wie auch schon im Zwergenbergbau (Player 3/16) so kann auch im Zwergentagebau von Technologie kaum die Rede sein. Lediglich ein Eimerkettenbagger steht zur Verfügung. So müssen also die Zwerge, am Grubenrand angekommen, schräg an der Grubenwand angebrachte Leitern zur Grubensohle hinabklettern. Unten angekommen beginnen sie mit ihrer Arbeit. Allerdings legen sie dabei keinen allzu großen Eifer an den Tag, reißen zwischendurch Witze und scherzen.
Was sie nicht wissen - seit geraumer Zeit werden sie durch den Vorarbeiterzwerg beobachtet, der sich unbemerkt genähert hat. Es kommt wie es kommen musste - der Vorarbeiterzwerg lässt ein Donnerwetter auf sie hernieder prasseln und staucht sie gehörig zusammen. Ab sofort herrscht rege Betriebsamkeit, die Zwerge wuseln vor lauter Arbeitseifer nur so hin und her.
Doch - kaum ist der Vorarbeiterzwerg außer Sichtweite, rufen sie ihm provokativ einen alten Musicalsong hinterher, fallen wieder in einen gemütlichen Arbeitstrott zurück und bereiten sich innerlich schon auf den Feierabend vor. Endlich ist es soweit - der Aufstieg über die Leitern beginnt. Etwas unsicher, erschöpft von der Arbeit, wird die eine oder andere Sprosse verfehlt. Oben angekommen ein letztes tiefes Durchatmen, ein letztes „Tschüss“ an die Zwergenkollegen und der Heimweg beginnt.

Lustwandeln im Schlosspark (Player 4/22)
Wir befinden uns im Barock-Zeitalter bei strahlendem Sonnenschein in einem großzügig angelegten Park, der zu einem prächtigen Schloss gehört. Hier lustwandeln die Damen und Herren des Hofstaates, paarweise oder auch in Grüppchen.
Das Gewand der Damen reicht bis zur Erde und ist in der Taille so eng geschnürt, dass jede Wespe vor Neid erblassen würde. Wegen diverser Unterröcke erreicht das Kleid einen Umfang, der intime Berührungen nahezu unmöglich macht. Die Perücke der Damen ist in verschiedenen Segmenten hoch aufgetürmt und, unter anderem auch mit Schmalz und Mehl, so kunstvoll errichtet, dass im Volksmund die Meinung herrscht, einige Rosinen würden genügen, um daraus einen annehmbaren Napfkuchen zu backen. Um das Bild der Dame abzurunden fehlt nur der kleine, mit tüllähnlichem Material bespannte Sonnenschirm, der die empfindliche Haut der Damen vor der Sonne schützen soll.
Die Gewandung der Herren ist weit schlichter gestaltet, als die der Damen. Zwar ist auch der Gehrock tailliert, aber bei weitem nicht so „atemberaubend“ wie das Kleid der Damen. Die Kniehosen geben den Blick auf mehr oder weniger prachtvolle Waden frei, die Schuhe zieren goldene Schnallen.
Während beim Lustwandeln der neueste Hofklatsch austauscht wird, ziehen einige dunkle Wolken herein. Die Gesellschaft lässt sich davon nicht beirren. Ihre Geduld wird belohnt, der Himmel klart auf.
Plötzlich liegt eine fühlbare Spannung in der Luft. Die Schlosstore haben sich geöffnet und ein gekröntes Haupt begibt sich majestätischen Schrittes in den Kreis der Hofgesellschaft. Allerdings hält sich die Majestät nur kurze Zeit im Park auf und entschwindet bald zurück ins Schloss. Die kurzzeitig unterbrochenen Gespräche werden wieder aufgenommen, Die vorige Unbeschwertheit allerdings will nicht wieder aufkommen. Bald machen sich die Spaziergänger auf den Weg zurück ins Schloss. Hinter dem letzten wird das Tor hörbar geschlossen.

Feeling Astor P. (Player 4/23)
Astor Piazzolla war ein weltbekannter argentinischer Bandoneon-Spieler und Komponist (1921-1992), dessen Musik eine ganz besondere Stimmung aufkommen lässt. Diese Stimmung sollte hier eingefangen werden.


In Player 5:

Foxtrottus vulgaris, heiter (Player 5)
Dass der Titel „Foxtrottus vulgaris“ völliger Blödsinn ist, versteht sich von selbst. Andererseits wäre die Benennung „Gewöhnlicher Foxtrott“ zu gewöhnlich.

Zwischen den Welten (Player 5)
„Zwischen den Welten“ hat nichts mit Astronomie zu tun und mit Langzeitarbeitslosigkeit schon gar nicht. Es geht natürlich, wie so oft, um einen kurzen Trip zwischen musikalischen Welten. Demzufolge wird es mitunter etwas holprig.

Feentanz im Regen (Player 5)
Wenn sich die guten und die bösen Feen alljährlich zu ihrem gemeinsamen Versöhnungstanz treffen, tun sie es besonders gern bei Regen. Bekanntlich flüchten die meisten Menschen bei Regen in ihre Behausungen. Die Feen können zwar von den Menschen nicht gesehen werden, aber sie sehen die Menschen.
Dieser Anblick würde den Feen die Freude an ihrem Tanzereignis gründlich verderben. Verständlich.

Ballade für Jadwiga (Player 5)
Wenn es eine „Ballade pour Adeline“ gibt, warum sollte es dann nicht auch eine „Ballade für Jadwiga“ geben? ‘Jadwiga‘ ist die polnische Form des deutschen Vornamens ‘Hedwig‘ -.Hedwig hieß meine Großmutter.

Endlich wieder zu Hause! (Player 5)
„Endlich wieder zu Hause!“, murmelte das Kängurujunge, als es nach einem kleinen Ausflug wieder zurück in den Beutel seiner Mutter krabbelte.

Eine Gutenachtgeschichte (Player 5)
Dies ist eine Gutenachtgeschichte für all jene Kinder, die - aus welchen Gründen auch immer - keine bekommen haben.
Jedem Kind sollte jeden Abend vor dem Einschlafen eine vorgelesen werden. Jedem.

Kapriziöse Bagatelle (Player 5)
Als „Kapriziöse Bagatelle“ sollte man die eigene Freundin besser nicht bezeichnen.
(Jedenfalls nicht öffentlich.)

Romantischer Pas de deux (Player 5)
Nicht ganz einfach: romantisch sein ohne schnulzig zu werden.
Letzten Endes entscheidet der Zuhörer.

Hymn To Say Goodbye - Ein langer Abschied (Player 5)
Es kommt nicht selten vor, dass ein schmerzlicher Verlust längere Zeit braucht, um in das eigene Bewusstsein vorzudringen…
[
Often it needs a longer time to realize, that a loved person had gone for ever… ]

Theobald macht Urlaub (Player 5)
Unser Freund Theobald, bekannt aus „Theobald, der Troll“ (Player 4/11) hat sich entschlossen, die Menschen für eine gewisse Zeit in Ruhe zu lassen, um sich auf Urlaub in höhere Gefilde zu begeben. Die ruhige Zeit für Feen und Elfen wird damit wohl vorüber sein.
Allerdings - manchmal hat Theobald auch ruhige Momente, in denen er vorübergehend von einer beinahe romantisch-verspielten, lyrischen Stimmung übermannt wird…

Seven Days Are To Long Without You (Player 5)
Manche Tage beginnen heiter und beschwingt, bis unerwartet eine Gewissheit ins Bewusstsein zurückkehrt: eine ganze Woche lang, sieben Tage müssen vergehen, bis der geliebte Mensch wiederkehrt...

Metamorphose im Puppenhauses (Player 5)
Seltsame, unverständliche Dinge geschehen im Puppenhaus, plötzlich und unerwartet. Auf Aufklärung hofft man vergebens. Beruhigend, dass sich am Ende alles zum Guten wendet.

Ragtimeliches (Player 5)
Nachdem sich tausende von Klapsgantern die Freiheit genommen haben, mit der „Neuen Deutschen Rechtschreibung“ tausende neuer Worte zu erfinden, die zum größten Teil überflüssig sind, die niemand wirklich vermisst hätte, gestehe auch ich mir dieses Recht zu.
Meine Wort-Neuschöpfung: „Ragtimeliches“.

Fröhlicher Tango (Player 5)
Viele Tangos stehen in „Moll“, haben einen beinahe düsteren, auf jeden Fall aber seriösen Charakter. Hier nun ein Tango in „Dur“ - optimistisch und frohgemut, also  ein „Fröhlicher Tango“.

Im Moor von Baskerville (Player 5)
Düstere Nebelschwaden, seltsame, undefinierbare Geräusche – das Moor der Familie Baskerville. Nach endlos scheinendem Umherirren mit vielen beängstigenden Eindrücken –
Rettung. Arthur Conan Doyle lässt grüßen. 

Pensionärs-Walzer (Player 5)
Mit zunehmendem Alter gehen viele Bewegungsvorgänge etwas langsamer, etwas betulicher vor sich. So auch in diesem Walzer. Also – ein „betulicher“ Walzer (jedenfalls zum größten Teil).

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